News

Meine Saison 2019 - ein durchwachsenes erstes Jahr

Zusammenfassung und Bilanz:
- mein erstes richtiges Rennjahr
- mit 3 verschiedenen Motorrädern gestartet
- 2 Stürze mit 0 Punkten
- 4. Platz Funrennen
- 7. Platz 4h Endurance-Rennen
- 3. Platz Regenrennen German Moto Masters
- 10. Platz German Moto Masters Rennen
14. Platz (von über 40 Fahrern) Gesamtwertung in der sehr starken 1000ccm Klasse der German Moto Masters 3. Platz in der separaten „Rookie of the year“ Wertung.
Die Saison 2019 war meine erste richtige und volle Rennsaison. Ich habe mich am Ende des Jahres 2018 dazu entschlossen, dass ich bei dem ehemaligen Hafeneger Cup, der German Moto Masters, mitfahren möchte.
Die Saison startete jedoch nicht so wie geplant. Für den Saisonstart musste ich mir eine BMW S1000RR leihen, da sich die Werkstatt, die meine Aprilia RSV4 repariert hat, nicht an den abgesprochenen Termin gehalten hat. Nach dem Saisonstart bin ich wieder die RSV4 gefahren. Doch nach nur 2 Terminen gab es wieder Probleme. Es musste was Neues her… Und so kam ich zu Schollys nach Kirchlinteln!
Wir entschieden uns für eine 2018er Yamaha R1. Ein tolles Motorrad, doch etwas ganz anderes als die RSV4 und die BMW. Für den ersten Termin baute ich nur eine Rennverkleidung an, mehr Zeit blieb nicht. In meinem ersten Rennen mit der R1 konnte ich im Regen gleich den 3. Platz machen. Ein vielversprechender Start Doch schon 2 Termine nach dem guten Start hatte ich meinen ersten Unfall in der Saison. Und das mit der fast neuen R1. Null Punkte für das Rennen und ein kaputtes Motorrad. Es stellte sich heraus, dass es ein blöder Verbremser war, bei dem mehrere Faktoren aufeinander trafen. Blöd gelaufen, aber daraus lernt man. Das Team um Schollys baute mir die R1 in 1,5 Wochen wieder auf, einfach mega!
Die Termine nach dem Sturz liefen immer besser. Ich gewöhnte mich mehr und mehr an das Motorrad und ich war wirklich zufrieden. Dann ging es nach einem Trainingswochenende auch schon zur nächsten German Moto Masters Veranstaltung in die Slowakei. Innerhalb kürzester Zeit fuhr ich auf der Strecke eine absolute top Zeit! Doch die Bodenwellen, die dort wohl erst seit diesem Jahr sind, machten es mir nicht leicht. In jeder Kurve „stempelte“ das Vorderrad durch x-viele Bodenwellen. Und genau das wurde mir dann im ersten Rennen zum Verhängnis. In einer Kurve hebelte mir eine Bodenwelle das Vorderrad aus - wieder ein Sturz… Ach man, so hatte ich mir das nicht vorgestellt, ich war am Boden zerstört. Nichts desto trotz bauten wir die R1 in über 7h wieder zusammen, damit ich das zweite Rennen am Folgetag mitfahren konnte.
Nach der Slowakei ging es für mich zu meinem ersten 4h Endurance Rennen. Das Rennen konnte wir als 2er Team erfolgreich auf dem 7. Platz abschließen.
Danach lief es für mich immer und immer besser. Ich probierte mehr mit den Reifen aus und fand mich immer besser zurecht. Die restlichen Rennen konnte ich immer knapp über den top 10 abschließen und war damit wirklich zufrieden!
Am Ende der Saison konnte in der Gesamtwertung der German Moto Masters 1000ccm Klasse den 14. Gesamtrang belegen. Und ich konnte, darauf bin ich besonders stolz, in der separaten „Rookie of the year“ Wertung den 3. Platz einfahren!!
Ich denke ich kann mit dem Ergebnis, hinsichtlich der oben beschriebenen Dinge, wirklich zufrieden sein!
Auch wenn es in meinem ersten Jahr einige Höhen und Tiefen gab, so fand ich es wirklich klasse!
Danke an alle die mich auf meinem Weg unterstützen und hinter mir stehen!!
Nächstes Jahr gehts in die top 10!! 🙂

 

 

 

Finallauf der German Moto Masters in Oschersleben

Das Wochenende startete mit einem verregneten Trainingsfreitag. Viele Fahrer blieben in der Box, doch ich freute mich. Regen - das ist genau mein Ding! Ich spulte viele Runden ab und war konstant der 9. Schnellste Regenfahrer von allen Fahrern der Veranstaltung.  Eine 1.53.0min im Regen war für mein lockeres Fahren im Regen völlig in Ordnung!
Im letzten Turn am Freitag war es dann halbtrocken. Wir zogen Slicks drauf, doch das fahren gestaltete sich schwer. Überall nasse Flecken und über die ganze Strecke war Bindemittel verteilt. An eine Bestzeit war dort nicht zu denken, auch wenn schon Qualifying war… Ich beendet den Tag ohne Sturz und konzentrierte mich voll und ganz auf den nächsten Tag.
Den ersten Turn am Samstag lies ich ausfallen. Eine leicht feuchte Strecke, die für Regenreifen jedoch zu wenig nass war… Mist, denn im nächsten Turn war wieder ein Qualifying für das Rennen am Nachmittag. Ich verzettelte mich für das erste Qualifying mit den Reifen und konnte deshalb nur eine 1:38 fahren. Ich kam nach dem Turn zurück und entschied mich für fast neue Reifen für das nächste und letzte Qualifying. Die erste fliegende Runde war gleich deutlich besser, doch dann wurde die rote Flagge gezeigt. Ein schwerer Unfall - das wars mit einer guten Zeit für das Rennen… Im Rennen musste ich somit von dem 18. Platz starten. Der Start lief jedoch wieder super und so machte ich gleich am Anfang 7 Plätze gut. Ich musste dann jedoch 3 Plätze abgeben… Während des Rennens kämpfte ich jedoch hart und so kam der 13. Platzierte immer näher. In der letzten Runde war ich nur noch wenig Meter hinter ihm. Ich wollte unbedingt den 13. Platz, doch übertreiben wollte ich es auch nicht. Ein Sturz war für mich keine Option! Ich fuhr weiter sauber und riskierte nichts. Am Ende fuhr ich hinter dem 13. mit nur wenigen Metern Abstand ins Ziel. Schade um den 13. Platz aber in Ordnung. Ich bin ein solides letztes Rennen gefahren, in dem ich mein Potential gezeigt habe. Nächstes Jahr soll es definitiv öfter in die top 10 gehen!!

 

 

 

German Moto Masters Lauf 8 & 9

Vom 23. - 25. August ging es für mich wieder in das tschechische Autodrom in Most. An diesem Wochenende standen 2 Wertungsläufe an, die ich natürlich bestmöglich abschließen wollte. Ab dem ersten Tag hatte ich ein Ziel vor Augen: Punkte mitnehmen und dabei konstant fahren! 
Das ersten Turns liefen gut und ich konnte konstant eine 1:44er Zeit fahren. In den ersten Qualifyings konnte ich die Zeit jedoch nicht verbessern und so musste ich mich in dem sehr sehr starken Fahrerfeld ein bisschen weiter hinten einreihen. So stand dann auch die Startaufstellung für das erste Rennen fest: Startplatz 19 von 37 Fahrern. Selber war ich damit natürlich nicht zufrieden aber ich ärgerte mich nicht weiter und fokussierte mich komplett auf das Rennen.
Mein Start lief wieder wunderbar und so konnte ich gleich 4 Plätze gut machen. Leider hielt mich dann eine BMW HP4 Race auf, an der ich einfach nicht vorbei kam. Meine Pace war besser, doch einige gelbe Sektoren erschwerten das überholen. Ich entschied mich dann dafür, dass ich nichts riskieren möchte und so fuhr ich das Rennen hinter der BMW zu Ende und konnte mit dem 15. Platz in der Gesamtwertung ein gutes und solides Ergebnis erzielen. In der Rookiewertung belegte ich den 4. Platz!
Das 2. Rennen des Wochenendes stand am letzten Veranstaltungstag an. Durch meine 1:43er Zeit im ersten Rennen konnte ich im zweiten Rennen von einem besseren Platz starten.
Von dem 17. Startplatz ging es los und nach der Start/ Ziel Geraden stand ich schon auf dem 11. Platz. Ich „profitierte" dann durch einen Unfall, durch welchen ich auf dem 10. Platz stand. Hinter mir hatte ich einen großen Abstand und so konnte ich den 10. Platz bis zum Rennende halten. 
10. Platz in der Gesamtwertung und der 4. Platz in der Rookiewertung - ich war überglücklich!!

Links zu den Rennen:
Rennen 1 : https://www.youtube.com/watch?v=0BdDlcN1zso&t=33s

 

 

Über mich

Ich heiße Tim Böhme und bin 1996 geboren. Derzeit bin ich Student und studiere Geographie und Sozialwissenschaften im Bachelor CS.
 Neben dem Motorradrennsport spiele ich seit nun mehr 7 Jahren American Football und halte mich nebenbei etwa 5x in der Woche im Fitnessstudio fit.

Wie bin ich zum Motorrad fahren gekommen?

Mit schon 10 Jahren saß ich zum ersten Mal auf einem Moped. Dank der Familie meiner Mutter stand ich schon früh in Kontakt zu Motorrädern. Meine Jugend habe ich dann legal auf Mofas und Mopeds verbracht. Mit 18 Jahren habe ich zu meinem Geburtstag meine erste große Maschine bekommen: Eine Suzuki DR 650. Ein halbes Jahr später bin ich die Supersportler eines Freundes Probe gefahren und dann war es um mich geschehen. Eine 1000er musste her, das war klar! Ich kaufte mir eine Aprilia RSV 1000 ME von 1999. Ab da begann die Reise…

ractimm mit der ganzen Familie

Wie bin ich nun zu dem Rennstreckensport gekommen?

2016 ging es für mich das erste Mal auf die Rennstrecke nach Most. Ich war begeistert und nahm mir vor, dies jedes Jahr zu machen. Anfang 2017 hatte meine Mama einen Vorschlag und wir schlossen daraufhin einen Deal. Ich fahre weniger und langsamer auf der Straße (Motorrad), dafür spendiert sie mir ab und zu Rennstreckentermine. 
Nachdem ich Mitte 2017 das 2. Mal in Most war, fuhr ich noch 2 mal zum Sachsenring, für mich eine unbekannte Strecke. 
Bei dem ersten Mal war das Wetter leider nicht wirklich gut. Ich fuhr das erste Mal auf Regenreifen im Regen. Und auf Anhieb war ich 16. von 135 Fahrern. Ich war wirklich überrascht und dachte mir, dass das nicht einfach Zufall sein kann. Der 2. Sachsenring-Termin verlief genau so gut. Zum Winter hin entschied ich für mich, nur noch auf der Rennstrecke zu fahren. Mein Ziel: Ich möchte ganz nach oben!

Das Jahr 2018 nutzte ich als Aufbaujahr. Ein Jahr, in dem ich andere Strecken kennenlerne, mich selbst verbessere und mich nur auf das Rennstrecken fahren konzentriere: Assen, Oschersleben, Sachsenring, Most, Zandvoort, Groß Dölln. Auch hier stellten sich Erfolge ein: Mehrere 3. und 4. Plätze, immer im oberen Viertel bei den Zeiten. Ich denke, ich bin auf einem guten Weg.

Ich fahre eine Aprilia RSV4 APRC, Baujahr 2014, auf die im Juli 2018 umgestiegen bin. Die Maschine fahre ich ausschließlich auf der Rennstrecke und dementsprechend hat sie auch ein paar Modifikationen. Dazu gehört natürlich eine Rennverkleidung, eine komplett offene Auspuffanlage, verstellbare Lenkerstummel und ein angepasstes Fahrwerk. Das war’s auch schon.

 

 

Meine alte Maschine, mit der ich angefangen habe zu fahren, ist eine Aprilia RSV 1000 ME (Baujahr 1999). Die Gute hat jetzt knapp 70.000 km runter und steht bei mir im Schuppen. Sie ist, bis auf die Rennverkleidung und dem LeoVince Endtopf, komplett original. Leider ist sie für den extremen Rennsport einfach viel zu alt und eher ungeeignet… Trotzdem hängen an ihr sehr viele Erinnerungen, weshalb ich sie auch nicht verkaufen werde.

Die erste Maschine

Meine Sponsoren

Ich präsentiere euch hier meine Sponsoren, bei denen ich mich gleichzeitig ganz herzlich für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanke. Ohne deren Enthusiasmus und den Einsatz für meine Leidenschaft wäre vieles nicht möglich. Es ist wie so oft im Leben: Man baut auf gute und zuverlässige Zusammenarbeit.
Dankeschön!!

Ich erweitere diese Liste gern. Falls Sie Interesse daran haben, mich zu unterstützen, schreiben Sie bitte eine Email an sponsor@ractimm.de.


 


 

Held Logo

 


 

 


 


 

 


 

 


 

 

 


 

Zum Schluss - Was alles so passiert ist

1251