German Moto Masters Lauf 6 & 7 am Slovakiaring

Dieses Mal ging es wieder zu einem Meisterschaftslauf. Der Slovakiaring stand auf dem Plan. Die Fahrt war lang, aber wir kamen gut an. Die ganze Strecke und das Fahrerlager machten einen super Eindruck. Meine eigenen Erwartungen waren hoch, denn ich wollte unbedingt wieder Punkte für die Meisterschaft sammeln. Der erste Tag lief gut. Die Temperaturen lagen bei weit über 30 Grad und dementsprechend war das ganze Thema um die Reifen auch sehr schwer. Welcher Reifen, welcher Luftdruck, wie teile ich den Reifen richtig ein usw. Das Streckenlayout war an sich wirklich interessant und gut, die extremen Bodenwellen in den Kurven waren jedoch alles andere als gut. Es war die absolute Hölle! Bei jeder Kurve hatte ich, wie auch alle anderen Fahrer, ein dauerhaftes Stempeln über das Vorderrad. Das Vertrauen und das Gefühl fehlte also total!
Am ersten Tag konnte ich mich dann jedoch von einer 2:26 auf eine 2:18 verbessern und war damit zufrieden.
Der zweite Tag startete wirklich gut. Im ersten Turn konnte ich die 2:18 sofort bestätigen und gleich danach machte ich einen Riesensprung auf eine 2:14,5. Diese Zeit war wirklich super, denn ich stand damit sofort auf Augenhöhe mit den Fahrern, die schon jahrelange Erfahrungen haben und die Strecke kennen.
An den zweiten Tag fand auch das erste Rennen statt. Mit meiner 2:14er Zeit stand ich in dem sehr engen Fahrerfeld auf der 12. Startposition und ich hoffte auf ein gutes Rennen. Der Start verlief perfekt und nach kurzer Zeit stand ich auf der 7. Position. Ich fühlte mich auf dem Motorrad wohl, doch die Temperaturen erschwerten das Fahren. Die Bodenwellen in den Kurven und das Schmieren der Reifen machten mir dann auch einen Strich durch die Rechnung. Kurz vor der Start/Ziel Geraden fing mein Reifen beim Anbremsen an zu rutschen. Ich löste die Bremse leicht um nicht über das Vorderrad zu stürzen. Trotz gelöster Bremse rutschte ich weiter und dank einer Bodenwelle klappte dann mein Vorderrad weg. Wieder ein Sturz - ich war stinksauer.
Nach dem Rennen wollte ich alles zusammen packen und abreisen. Das zweite Rennen am nächsten Tag war mir egal. Doch es kamen einige Freunde zu mir, inklusive meiner Freundin, und sprachen gut auf mich ein. Zusammen bauten wir innerhalb von 7 Stunden das Motorrad wieder auf und so konnte ich am nächsten Tag am zweiten Rennen teilnehmen.
Das zweite Rennen lief solide ab. Ich fuhr ziemlich locker, da ich mittlerweile viel Respekt vor den Bodenwellen hatte und keinen weiteren Sturz riskieren wollte. Ich fuhr in dem Rennen eine konstante 2:16er Zeit und fuhr am Ende auf dem 14. Platz ins Ziel. Keine Meisterleistung und sicherlich nicht so gut wie am Vortag aber dafür habe ich 2 Punkte für die Wertung mitgenommen.
Rückblickend kann ich jedoch sagen, dass die Bodenwellen am Sturz Schuld waren. Etwa 50% des Fahrerlagers sind wegen diesen gestürzt. Nicht schön und ich denke auch, dass es für mich das erste und letzte Mal Slovakiaring war.
Mit einer 2:14,5 kann ich aber wirklich zufrieden sein!